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Schmerz

Es ist immer wieder dasselbe. Kaum, dass ich große Töne spucke, dass ich auf dem Weg der Besserung bin, dauert es nicht lange und ich bin wieder ganz unten. Ich weiß auch nicht wieso, aber jedes Mal, wirklich JEDES MAL wenn ich ENDLICH denke ja, jetzt hast du's geschafft, jetzt bist du endlich raus aus dem großen Loch, dann geht es wieder von vorne los. Ich kann nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr. Ich will nicht mehr leben, will, dass es endlich aufhört. Warum muss ich immer diesen Schmerz spüren, diese furchtbare Panik, diese Angst. Es ging mir doch schon so gut, ich glaubte, mich so weit erholt zu haben und jetzt fängt es wieder an.

Ich habe in letzter Zeit solche Angst vor der Zukunft, mich quälen Zukunftsgedanken, ich habe panische Angst davor, dass ich meine Masterarbeit nicht mehr rechtzeitig beenden kann und dass ich alles nicht mehr schaffe, dabei bin ich so kurz vorm Ziel, ich habe alles fertig bis auf die scheiß Masterarbeit und im September möchte ich noch ein weiteres Studium anhängen und ich fürchte, dass ich es bis dahin nicht hinkriegen werde, meine Masterarbeit zu vollenden. Wieso kann es nicht einfach aufhören. Ich dreh deswegen so durch, dass ich dauernd auch meinem Freund Vorwürfe mache, weil er in der letzten Zeit sehr oft krank war und immer irgendetwas hatte und ich mich um ihn kümmern musste und das eben auch ein Grund ist, warum ich teilweise nicht vorwärts kam. Aber es ist unfair, ihm die Schuld dafür zu geben, er kann ja auch nichts dafür.

Aber ich habe das ganze einfach nicht mehr unter Kontrolle, ich dreh einfach nur noch am Rad. Und wegen der ganzen Scheiße setze ich am Ende jetzt auch noch meine Beziehung aufs Spiel und wahrscheinlich scheitert dann alles und dann habe ich gar nichts mehr. Ich kann einfach nicht mehr, verdammt nochmal, warum kann ich nicht einfach ein fröhliches, glückliches Leben führen, warum kann ich denn nicht einfach normal sein, wie alle anderen auch? Es ist einfach diese Angst vor dem Kontrollverlust, es ist zwanghaft, das weiß ich, aber ich fühle mich dagegen machtlos, kann nichts dagegen tun. Und deshalb riskier ich lieber noch meine Beziehung, aber das will ich nicht, ich will es allen recht machen, meinen Eltern, meinem Freund, meinem Professor, allen... Ich hab schon wieder Suizidgedanken, spiele mit dem Gedanken, mich zu schneiden, will mir wehtun, will, dass es aufhört. Ich will, dass es aufhört, ich will dass es aufhört, ich will, dass es aufhört, ich will, dass es aufhört, ich will dass es ENDLICH aufhört... aber die Gedanken kreisen und ich kann es nicht stoppen. Ich habe keine Macht mehr darüber, ich habe die Kontrolle verloren. Endgültig.

1 Kommentar 8.5.12 17:04, kommentieren



Therapie

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Hallo Mädels,

hier Teil meines Berichtes über die Therapie, die ich zur Zeit mache: 

Ich mache eine Hypnosetherapie. Das Ganze nennt sich problemlösungsorientierte Hypnose. Man wird dabei in Trance versetzt, aber das Gute dabei ist, dass man nicht völlig abwesend ist und alles mitbekommt, was man sieht und was man erzählt. Das heißt es kann einem auch nichts eingeredet werden. Ich sehe immer verschiedene Bilder, manchmal wiederholen sich die Dinge auch. Im Moment sehe ich immer wieder Szenen aus der Trennung von meinen Eltern. Da bin ich derzeit dabei, das aufzuarbeiten. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was das mit meiner Magersucht zu tun hat und inwiefern mir das helfen soll. Es ist ja so, dass jede Störung irgendwo ihren Ursprung hat und einen Grund hat, warum sie entstanden ist. Und die Trennung meiner Eltern bzw. die Beziehung zu meinem Vater ist bei mir eben ein ziemlich zentrales Thema, das kam bei der Psychologin zuvor auch schon immer wieder zum Vorschein.

Neben den Bildern kommen mir auch häufig unangenehme Gefühle hoch, die während der Hypnose dann direkt bearbeitet werden können. Ich muss dann immer angeben, wo der Schmerz sitzt und beschreiben, wie er sich anfühlt. Meist sitzt der Schmerz bei mir in der Herzgegend oder im Bauchraum. Dann versuche ich das Ganze zu visualisieren, z.B. beim Herzstechen habe ich einen Dolch gesehen und mir vorgestellt, wie dieser Dolch aus mir herausgezogen wird.

Ich weiß schon, dass sich das Alles jetzt womöglich ein bisschen seltsam anhört, denn man fragt sich, wie einem denn so etwas hilft, wenn man es sich nur vorstellt. Mir wurde es so erklärt: Alle Erlebnisse, ob gut oder schlecht, sind als Verknüpfungen im Gehirn gespeichert. Ausgehend davon, also basierend auf bisherigen Erfahrungen werden neue Erlebnisse dementsprechend eingeordnet. Durch die Bearbeitung der alten Erlebnisse und damit Bearbeitung der Verknüpfungen im Gehirn, kann man die alten Denkmuster/ Strukturen aufbrechen und sie verändern, es entstehen neue Verbindungen, so als ob man etwas Neues lernen würde. Das führt dazu, dass wir Dinge neu einordnen können. Der Witz ist, dass das Ganz tatsächlich funktioniert. Es geht mir oft so, dass ich auf bestimmte Situationen plötzlich anders reagiere, vor allem gefühlsmäßig und das ist etwas, das ich nicht beeinflussen kann. Außerdem bin ich bei Weitem nicht mehr so depressiv und kraftlos. Zwar hab ich immer wieder mal noch meine Aussetzer und es wird auch noch eine Weile dauern, bis ich völlig gesund bin, aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Wer sich von euch überlegt, eine Therapie zu machen, dem kann ich das hier nur empfehlen. Vielleicht gibt es für euch aber auch einen anderen Weg, der besser geeignet ist, das muss jeder für sich am besten selbst rausfinden.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass es heutzutage verschiedene Möglichkeiten gibt, um sich helfen zu lassen. Seid stark! Ihr könnt es! Gebt nicht auf! Ich hatte auch meine Phasen, wo ich über Suizid nachgedacht habe und mir dachte, es wird nie wieder gut. Aber ihr könnt es schaffen! Lasst euch von der Ana nicht kaputt machen! Ihr seid stärker als sie! Gemeinsam können wir es schaffen!

 

 

2 Kommentare 1.5.12 17:28, kommentieren

Schlaflos...

Hallo, 

da bin ich wieder, nun mitten in der Nacht bzw. in aller Herrgottsfrüh... ich kann wieder mal nicht schlafen und wenn ich nicht schlafen kann, fang ich an, nachzudenken und wenn ich das tue kann ich erst recht nicht schlafen... kennt ihr das auch??

Ich glaube, nachdem ich so lange nicht mehr gebloggt habe, bin ich es euch schuldig, euch von meinem Therapieverlauf zu berichten, vor allem natürlich in Hinblick auf Ana. Ihr wisst ja, dass ich schon vor längerer Zeit eine Therapie begonnen habe, ich war damals bei einer Psychologin. Anfangs fand ich auch, dass es mir hilft, aber irgendwann kam der Zeitpunkt, an dems mir zum Hals raushing immer und immer wieder über dasselbe Thema zu reden, obwohl sich ja doch wieder nichts änderte... das heißt ich konnte zwar über meine Probleme reden und das tat auch gut, aber im Endeffekt war ich trotzdem wieder so weit wie vorher, weil ich dennoch nicht wusste, wie ich meine Probleme lösen sollte. emotion

Es kamen also wieder wie üblich meine Phasen der Depression. Im November letzten Jahres war es wieder einmal besonders schlimm und daher beschloss ich, zu einer Psychiaterin zu gehen, weil ich mir dachte, vielleicht hilft mir ja eine medikamentöse Therapie. Dort erzählte ich ihr mein Problem mit den Depressionen und hab auch von der Magersucht erzählt. Sie sagte mir daraufhin, dass eine Symptomverschiebung von der Magersucht zur Depression durchaus möglich ist, da eine Störung selten allein auftritt, sondern meist von anderen Störungen begleitet wird, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sind. Und eng verwurzelt mit der Magersucht sind scheinbar eben auch Depressionen, bzw. Zwang. Zwanghaft bin ich zwar auch ein bisschen, ich wasch mir sehr häufig die Hände, desinfizier sie öfter und hab auch Angst vor Krankheiten, aber es hält sich trotzdem im Rahmen und auch die MS ist in den Hintergrund gerückt. Dafür ist die Depression umso stärker. Die Psychiaterin hat sich das alles angehört und mir ein Antidepressivum verschrieben, ohne vorher abzuchecken, ob mir körperlich etwas fehlen könnte.

Tja und damit ging die Scheiße dann erst richtig los, denn ich hab das Antidepressivum nicht vertragen. Mir war total übel und schwindlig und ich hatte ständig das Gefühl, erbrechen zu müssen, außerdem kam ich mir vor, als ob ich auf Drogen wäre. Daraufhin bin ich nochmal zu meinem Hausarzt und hab ich durchchecken lassen. Es kam raus, dass alle körperlichen Befunde, wie Schilddrüsenwerte usw. ok sind und auch das EKG ließ keine veränderten Wellen erkennen. Scheinbar sind die Wellen bei einer körperlich bedingten Depression nämlich messbar verändert. Das heißt also meine Depression ist rein psychisch bedingt, und nicht körperlich. Ich wusste zunächst nicht, was ich tun sollte, beschloss aber, weiterhin zur Psychiaterin zu gehen und mich dort nochmal beraten zu lassen, oder evtl. auf ein anderes Medikament umzusteigen -BIS- ich per Zufall eine andere Therapie entdeckt habe, die ich jetzt immer noch mache und die bisher das Einzige ist, von dem ich behaupten kann, dass es mir WIRKLICH hilft und bei dem sich schon einige Veränderungen gezeigt haben.

Fortsetzung folgt im aktuellen Eintrag (s.o.)

2 Kommentare 29.4.12 04:50, kommentieren

Guten Tag!



Hallo zusammen,

erstmal vorweg: es freut mich riesig, dass hier immer noch Leute herkommen, um sich meinen Blog anzuschauen und das obwohl ich ihn so gut wie überhaupt nicht mehr benutzt habe in den letzten Monaten. Ich war schon immer wieder mal am überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, ihn zu löschen, aber andererseits hänge ich doch noch irgendwie daran... 

Was meine Esstörung betrifft, so würde ich sagen, dass ich sie nun weitestgehend überwunden habe. Eine Therapie mache ich derzeit auch nicht mehr, allerdings deshalb, weil ich es momentan von der Uni her einfach nicht schaffe. Ich habe aber vor, weiterzumachen und in den Semesterferien wieder regelmäßig zur Therapie zu gehen.

Restbestände der Ana/ Mia sind noch übrig: Zwar esse ich mittlerweile auch wieder solche Sachen wie Pommes und co, allerdings versuche ich nach wie vor noch, dann dafür z.B. Molke zu trinken oder ab und zu nehm ich auch noch Apfelessigtabletten. Das Ganze findet aber lange nicht mehr in so einem exzessiven Ausmaß statt, wie früher.

Es mag seltsam klingen, aber dafür habe ich stattdessen jetzt eher ein anderes Problem: Ich neige immer wieder zu depressiven Phasen. Die hatte ich zwar parallel zu meiner Ana auch immer wieder mal, aber nie so extrem wie jetzt. Es scheint so, als würde die Magersucht der Depression gewichen sein und dafür steht die Depression jetzt mehr im Vordergrund... Na ja, auch nicht unbedingt besser emotion.

Aber genau aus diesem Grund wäre es gar nicht so schlecht, den Blog doch noch bestehen zu lassen. Vielleicht hilft es mir ja. Dann wird aus dem Ana-Blog halt ein Depressionsblog...emotion

22 Kommentare 31.5.11 17:40, kommentieren

Ich bin noch hier



Hallo meine Lieben,

schon erstaunlich, wie viel Zeit mittlerweile zwischen meinen Blogeinträgen liegt. Früher war ich fast täglich on und hab auch regelmäßig gepostet. Ich war schon am Überlegen, ob ich den Blog nicht löschen soll, aber das möchte ich irgendwie auch nicht, zumindest jetzt noch nicht.

Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass ich meine Ana schon zu 100% hinter mir hab, ich denke immer, man wird eine ES nie zu 100% los. Aber etwas hat sich definitiv geändert, v.a. bin ich nun seit Nov in Therapie. Der Witz ist eigentlich, dass ich dort nie über meine ES gesprochen habe, ich hab mich bisher immer davor gedrückt, darüber zu reden, schließlich gab es auch andere Probleme. Na ja und so kams halt dass ich bisher eigentlich über nichts anderes als Beziehungen in meiner Familie, u.a. auch über die Beziehung zu meinem Freund, aber in erster Linie andauernd über die schlechte Beziehung zu meinem Vater reden musste. Die Beziehung zu meinem Vater ist nach wie vor beschissen, aber ich denke, eine Therapie kann auch helfen, gewisse Dinge von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten und man kann lernen, damit umzugehen. 

Was meinen Körper betrifft, so bin ich nach wie vor der Meinung, dass ich dünner sein könnte. Ich fühle mich mit meinen 53 kg natürlich nicht wohl & finde auch, dass ich einen fetten Bauch, fette Oberschenkel und fette Arme habe. Ich nehme auch noch ab und zu Tabletten, die das Abnehmen unterstützen sollen. Was ich nicht mehr mache, ist radikal zu hungern & jede Kalorie zu zählen. Ich gehe inzwischen sogar manchmal wieder zum Macie & bestell mir dort Burger anstatt Salat.Es hat sich z.B. auch v.a. eines geändert: Ich bin nicht mehr der Meinung, nur etwas wert zu sein, wenn ich etwas leiste. Und es ist auch nicht mehr so, dass ich mich selbst bestrafen möchte, wenn ich das Gefühl habe, nicht genügend geleistet zu haben. Das ist mir einfach nicht mehr so wichtig. 

Mein Problem ist derzeit eher meine instabile Stimmung, denn es schwankt ständig hin und her und nur ein klitzekleiner Anlass kann dazu führen, dass ich wieder total depressiv und apathisch werde. Es ist dann so, als könnte ich nie wieder glücklich werden und erst vor ein paar Tagen hatte ich ne Diskussion mit meinem Freund und war daraufhin so unglücklich dass ich wieder Suizidgedanken hatte. Na ja also meine Psyche ist immer noch nicht der Hammer, aber ich denke der Entschluss zur Therapie war auf jeden Fall schon mal ein guter Anfang, und man sieht ja auch dass sich meine ES auch schon gebessert hat.

7 Kommentare 6.6.10 12:35, kommentieren

Ein Lebenszeichen

Hallo zusammen,

ja ich weiß, ich hab mich wieder eine Weile nicht gemeldet. Aber es gibt auch nicht wirklich etwas Neues, im Prinzip hat sich nicht viel verändert.  Ich hätte euch jede Woche schreiben können "ich bin wieder depressiv" und dazwischen wieder "mir gehts wieder gut"- es ist immer noch genau wie vorher.

Ihr seht schon, mein Gefühlsleben ist eine einzige Achterbahnfahrt, nach wie vor. Allerdings finde ich, dass die negativen Phasen definitiv überwiegen, oder zumindestens halten sie sehr lange an, länger als die glücklichen Phasen. Seitdem sich mein Ex von mir letztes Jahr getrennt hat, hab ich das immer wieder, dass ich so depressiv bin & nur noch heulen könnte oder total aphatisch werde & mir mein ganzes Leben völlig egal ist, es rauscht einfach nur noch so an mir vorbei & mir ist mehr oder minder egal, was passiert.    

Es waren ein paar Monate dazwischen, wo's mir wieder gut ging & ich dachte ich hätte meine Negativ-Phase überwunden. Aber dann kamen die Sommerferien & dann ist eine gute Freundin von mir gestorben & es ging alles wieder von vorn los & dadurch bin ich wieder komplett abgestürzt . Ich hab auch tatsächlich versucht, eine Therapeutin zu finden, aber das ist gar nicht so einfach. Würde speziell zu einer ganz gern gehen, aber die ist erst ab Nov wieder da & dann ist auch nicht sicher, dass sie Zeit hat. Psychologen sind offensichtlich ziemlich ausgebucht, hab mit anderen auch schon telefoniert.   

Ich weiß einfach nicht so recht, was ich machen soll. Ich hoffe einfach, dass ich jetzt irgendwo hingehen kann, aber ich bin andererseits auch nicht so 100%ig sicher, ob mir das wirklich hilft, oder nicht nur noch alles schlimmer macht??! Ich würde mir einfach so sehr wünschen, endlich wieder richtig glücklich sein zu können, aber im Moment klappt das einfach nicht. 

Am traurigsten werde ich immer auch dann, wenn es um Beziehungen geht. Einerseits würde ich gerne wieder in einer Beziehung sein & beneide andere darum, dass sie glücklich sind, aber andererseits hab ich total Angst vor einer Beziehung, denn es ist nie sicher, dass sie glücklich verläuft, geschweige denn hält & davor habe ich die meiste Panik- vorm Verlassen werden, vor der Einsamkeit. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wieder eine Trennung durchmachen zu müssen, egal wie viel Zeit dazwischen liegt. Ich möchte einfach so gerne wieder glücklich sein & nicht mehr so traurig.

Und was meine Esstörung betrifft, die hängt ja auch damit zusammen. Denn sie gibt mir das Gefühl, etwas zu haben, woran ich mich festhalten kann & es ist einfach auch so, dass ich mich damit beschäftigen kann & somit nicht ständig den Schmerz spüre, es ist in gewisser Weise auch eine Möglichkeit, andere Probleme zu verdrängen bzw. zu kompensieren. Und ja, natürlich ist es krank, essgestört zu sein, genau so wie daran zu klammern. Aber ich stecke zu tief drin & hab meine Psyche nicht so im Griff, wie ich es gerne hätte. Ich hoffe, ich werde bald einen Weg finden, endlich damit klar zu kommen, denn es macht mich immer mehr kaputt & zerstört mich immer mehr...  

3 Kommentare 19.10.09 22:35, kommentieren

Immerhin etwas

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Hey meine Lieben!

Wollt mich mal wieder melden. Gewichtsstand heute morgen: 53, 1 kg!! Endlich bewegt sich etwas vorwärts, jetzt hoffe ich nur dass es so weitergeht! War jetzt mit meiner Family ein paar Tage in London & das hat mir richtig gut getan, hätte ich nicht erwartet. Und dass ich in dieser Zeit 1 kg verloren habe, macht das Ganze natürlich nur umso besser!

Jetzt hoffe ich nur, dass mein derzeitiger Gefühlszustand stabil bleibt, denn die letzten paar Wochen gings mir alles andere als gut, es geht ja auch in meinen letzten Blogeinträgen hervor, dass ich dauernd unzufrieden war und schon wieder ins Depressive abgeglitten bin. Kurz vorm Urlaub wars dann echt extrem, war nur noch am Heulen & leider hat es meine Mom auch ziemlich intensiv mitgekriegt... und dann hat sie mir vorgeschlagen, dass ich eine Therapie machen sollte um den ganzen alten Mist von früher mal aufzuarbeiten...

Sie weiß zwar das mit meiner ES nicht, ich habs ihr immer verheimlicht, aber ich denke, sie ahnt es, da ich halt in letzter Zeit einfach auch ständig über mein Gewicht geredet habe & auch nur ungern mitgegessen hab, wenns was Süßes gab & grade im Urlaub, wenn man mit jemandem ständig zusammen ist, kann mans halt nicht so einfach verbergen. In dem Hotel war so n Pärchen & da meinte meine Mum so schau doch die Freundin von dem mal an, die wiegt bestimmt 15 kg mehr als du & is trotzdem nicht hässlich & dann hab ich sie ganz entgeistert angestarrt, weil ich überhaupt nicht der Meinung war, dass die viel dicker is als ich & dann meinte sie Mensch du hast echt eine gestörte Selbstwahrnehmung...

Tja, keine Ahnung, vllt ist es ja auch so. Aber das ändert nichts an dem Problem, denn egal wie andere mich sehen, ich werde mich immer zu dick fühlen. Allerdings muss ich sagen, dass ich als sie das mit der Therapie gesagt hat, tatsächlich das allererste Mal ernsthaft angefangen habe, darüber nachzudenken, ob ich es nicht machen soll. Denn gerade jetzt in den Ferien, wo ich mehr allein bin & nicht so viel zu tun habe, kommen mir ständig irgendwelche alten Sachen hoch, wie die Trennung von meinem Ex usw. & ich versteh das nicht, denn es ist schon bald 1 Jahr her & ich dachte eigentlich die Sache wär schon längst gegessen, aber da ist immer noch dieser Schmerz der in mir wühlt & solche Dinge kommen immer zum Vorschein, wenn ich mal alleine bin oder unbeschäftigt, ich kann nicht einmal ne Minute nichts zu tun haben, ohne schier durchzudrehen, weil dann alles Mögliche wieder raufkommt...

Und das ist nicht gut, denn das zeigt nur, dass ich diese ganzen alten Dinge offenbar noch nicht bewältigt habe, denn sonst würds mir ja so oder so gut gehen, egal ob ich was zu tun hab oder nicht, oder???

 

5 Kommentare 17.8.09 11:09, kommentieren